Das Morgenland Festival Osnabrück entstand aus dem Wunsch, die reiche und weithin noch unbekannte Kulturlandschaft des Vorderen Orients einem westlichen Publikum vorzustellen. Es will ein differenzierteres Bild jener Region zeigen, die für die Kulturgeschichte Asiens, Europas und Nordafrikas von fundamentaler Bedeutung ist und durch eine für gewöhnlich eindimensionale Medienberichterstattung sehr vereinfacht und verzerrt dargestellt wird. Der politische Dialog zwischen den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens und der westlichen Welt ist zu einer überlebenswichtigen Herausforderung geworden. Kaum ein anderes Thema beherrscht in diesem Ausmaß die weltpolitische Bühne.

Erst der unmittelbare Dialog auf zivilgesellschaftlicher Ebene, dessen Fundament der kulturelle Austausch ist, lässt wirkliche gegenseitige Wertschätzung und Verbundenheit entstehen. Dieses Hauptanliegen des Festivals bedeutet in musikalischer Hinsicht: es kann nicht das Ziel sein, Musikstile unterschiedlicher Herkunft auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen, sie miteinander zu mixen und in einer Melange von Crossover oder Fusion enden zu lassen. Hier geht es um einen musikalischen Dialog, in dem sich die Reichtümer der verschiedenen Kulturen entfalten, einander beflügeln und im besten Falle etwas Neues, Drittes, nie Dagewesenes hervorbringen. Ein wichtiger Beitrag zur Avantgarde in der Musik des 21. Jahrhunderts.

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